23.08.2010
FDP: Grünfläche an der „Spalttablette“ zur Freizeitfläche aufwerten
FDP Sommertour 2010 an der "Spalttablette"
Liberale sehen Potential in Richtung einer Freizeit- und Parkanalge
Im Rahmen ihrer Sommertour machte die FDP auch Halt an der städtischen Grünfläche zwischen der Dieburger Straße und der Auffahrt zum Breidert, im Volksmund als „Spalttablette“ bekannt. Als Folge der geplanten Wegfalls des Bolzplatzes an der Erikastraße (hier sollen Wohnungen entstehen) wurde der Magistrat durch die Stadtverordneten¬versammlung im Dezember 2009 beauftragt zu prüfen, inwieweit auf dieser Grünfläche Ersatz dafür geschaffen werden kann. Die FDP-Fraktion hat hierzu für die nächste Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage zum Sachstand sowie einiger Detailfragen gestellt.
Nach Auffassung der FDP ist dieses Areal als reine Sportfläche weniger geeignet. Zum einen würde durch das Errichten von Fangzäunen oder gar das Betonieren von Flächen für ein Street- oder Basketballspielfeld der jetzige Parkcharakter des Areals völlig zerstört. Zum anderen sieht die FDP auch ein Akzeptanzproblem bei der Zielgruppe. Wer lässt sein Kind schon gerne zwischen 2 stark befahrenen Straßen Fußball spielen? Gerade bei den dynamischen Ballspielen kann die Gefahr, dass ein Ball auf die Straße rollt oder versehentlich dorthin geschossen wird nur durch extreme bauliche Maßnahmen (z.B. durch meterhohe Gitter) minimiert werden. Auf der anderen Seite ist Rödermark generell arm an öffentlichen Freizeitplätzen und Parkanlagen. Diese Grünfläche bietet in den Augen von Stadtverordnetem Manfred Rädlein ein großes Potenzial in dieser Richtung. „Ich sehe schon Familien bei Picknicken und Grillen im Freien, Kinder die spielen und Senioren, die nach einem Spaziergang einfach dieses schöne Fleckchen genießen“. Da gerade Jugendliche oft nur einen etwas abgeschirmten Platz zum Treffen und unterhalten (Neudeutsch: „chillen“) suchen, könnte man nach Meinung von FDP’ler Dr. Rüdiger Werner auch für diese in Rödermark bisher etwas vernachlässigte Altersgruppe mit einfachen Mitteln einen angenehmen Aufenthaltsplatz schaffen. „Man müsste nur einen weiteren Weg in die Grünfläche hinein anlegen, ein paar Bänke und Sitzgruppen und eventuell einen offenen Unterstand aufstellen, dazu ein fester Grillplatz und schon hätte man dieses Areal stark aufgewertet. Die hohe Akzeptanz der vergleichbaren Fläche am Badehaus zeigt deutlich den Bedarf für solche Freizeitanlagen.“ Bisher gibt es auf der gesamten Grünanlage nur eine einzige Bank, die auch noch in die falsche Richtung zeigt. „Natürlich ist der Weg für Kinder aus dem Bereich Plattenhecke, die Fußball spielen wollen, weit bis zum nächsten Bolzplatz hinter der TS-Sportanlage.“, meint Fraktions- und Parteivorsitzender Hans Gensert, „aber von einer Aufwertung dieser Grünfläche profitieren alle Bevölkerungsgruppen, auch die Kinder. Außerdem ist im Bereich der Plattenhecke auch noch die Errichtung eines naturnahen Spielraums geplant, ein für Rödermark völlig neuen Konzept, dass die FDP ausdrücklich begrüßt.“
Die FDP hofft nun, dass der Magistrat im Ergebnis zu einer ähnlichen Einschätzung kommen wird. „Ohne dem Magistrat in seiner Antwort vorgreifen zu wollen“, so Hans Gensert abschließend, „sollte sich auch aus finanziellen Aspekten die Erstellung einer allgemeinen Freizeitfläche gewiß günstiger darstellen als das Anlegen einer Sportfläche.“ (tk/rw)


