FDP Rödermark

Donnerstag, 23. Februar 2012  zurück Seite weiterempfehlen Druckversion

22.10.2010

FDP besucht Kernkraftwerk Biblis


Information vor Ort aus erster Hand / Besichtigung des Reaktors

Die FDP Rödermark nutzte die Chance, sich anlässlich der aktuellen Energiedebatte direkt vor Ort im Kraftwerk Biblis aus erster Hand umfassend über das Thema „Kernenergie“ zu informieren. Nach einem einführenden und sehr erhellenden Vortrag begaben sich die Rödermärker Liberalen auf ausgedehnten Rundgang durch das Kraftwerk. Dabei bestand sogar die Chance, das Reaktorgebäude und den Sicherheitsbereich, „Containment“, des Blocks B zu betreten und besichtigen. So konnten die anwesenden Teilnehmer nur wenige Zentimeter entfernt von dem aus vielen Fernsehberichten bekannten Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe die Technik rund um die Kernernergie kennenlernen und erleben; ein höchst beeindruckendes und einmaliges Erlebnis für alle. Wichtigste Erkenntnis: Obwohl die Teilnehmer nur wenige Meter räumlich entfernt vom eigentlichen Reaktordruckbehälter entfernt und direkt neben dem Abklingbecken standen, verharrten Strahlenmessgerät und Dosimeter stoisch auf normalen Niveau wie unter freiem Himmel.

In der sich an den Rundgang anschließenden Diskussionsrunde kristallisierte sich schnell heraus, dass der Kernenergie in Deutschland hauptsächlich Emotionen und keine sachlichen Argumente entgegengehalten werden (können). Natürlich gehört, das ist auch aus Sicht der FDP Rödermark unstrittig, die Zukunft mehr und mehr den regenerativen Energien. Jedoch muss die Frage laut gestellt werden (und erlaubt sein), wie Deutschland bis dahin seinen Strombedarf landesweit sicher decken soll. Es macht wenig bis keinen Sinn, in Deutschland Kernkraftwerke aus rein subjektiv‐politischen bis populistischen Gründen viele Jahre bis Jahrzehnte vor deren objektiv‐technischen Betriebsende zwangsweise abzuschalten und dann zur nötigen Deckung des Strombedarfes denselben aus umliegenden europäischen Kernkraftwerken zuzukaufen.

„Strom darf nicht“, so FDP-Bürgermeisterkandidat Hans Gensert (selber Betreiber einer Photovoltaikanlage mit 20,4 KW), „aus rein politischen oder ideologischen Gründen zu einem knappen oder Luxusgut werden.“ Daher ist aus Sicht der FDP Rödermark eine Verlängerung der Laufzeiten der sicheren deutschen Kernkraftwerke zwingend nötig, bis zweifelsfrei technisch und praktisch geklärt ist, wie diese Strommengen aus Kernernergie nahtlos alternativ und regenerativ produziert und flächendeckend ständig bereitgestellt werden können.

„Die Kernenergie in Deutschland ist, so FDP Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger, „eine sichere und sehr günstige Stromerzeugungsform, was auch von keinem namhaften Volks‐ oder Betriebswirt bestritten wird – zudem nahezu CO2-neutral und wesentlicher Pfeiler der Grundlastversorgung. Eine Versachlichung der Laufzeitdebatte ist daher statt dem irreführenden, zu großen Teilen faktenfreien grünen Anti‐Atom‐Populismus dringend nötig. Biblis ist“, so Kruger abschließend, „kein „altersschwacher Schrottreaktor“, sondern Prinzip der gleiche Reaktortyp, wie Emsland oder Isar 2 und aus rein objektiver Sicht besitzt dieser Reaktortyp eine technische Laufzeit 60 Jahren. Dass die Restlaufzeit nunmehr politisch auf 8 Jahre festgesetz wurde, hat keine sicherheitstechnischen Gründe, sondern ist vielmehr nur ein Entgegenkommen an die Atomkraftgegner“. (tk)


zur Übersicht

Portal Liberal | FDP-Bundespartei | FDP-Bundestagsfraktion | my.fdp