10.12.2010
FDP: Gewerbe in Rödermark braucht Entwicklungsoptionen
Dagegenpolitik von AL/Grüne ist nicht zukunftsfähig
Nun ist die Katze endlich aus dem Sack: Über Jahre versuchten AL/Grüne ihre Ablehung zu jedweder Gewerbeentwicklungsfläche als ausschließlich bezogen auf den jeweils aktuell diskutierten Standort zu kaschieren. Nun ist nach einem eindeutigen Statement ihres Vorsitzenden glasklar: AL/Grüne wollen keinerlei neue Gewerbegebiete in und um Rödermark - keinen einzigen Quadratmeter, egal wo. Eine unzweideutige Position, die jedoch aus Sicht der FDP jedoch absolut nicht zukunftsfähig ist. „Rödermark braucht“, so FDP-Bürgermeisterkandidat Hans Gensert dazu, „maßvolle Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft, denn ohne Optionen ist keinerlei Gestaltung und Entwicklung mehr möglich“. Selbstverständlich sind Gewerbeflächen allein kein Heilmittel; vielmehr braucht es eine eng verzahnte Kombination aus aktiver Wirtschaftsförderung, die nicht nur städtische Grundstücke veräußert, sondern auch Schnittstelle zwischen privaten Flächen und potenziellen Investoren ist, die den Dialog zwischen Eigentümern und Interessenten herstellt und moderiert. Nur mit einer aktiven Gewerbepolitik kann es gelingen, die für die kommunalen Finanzen dringend benötigten Gewerbesteuereinnahmen zu steigern oder zumindest auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren sowie Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten und neu zu schaffen. Mit den grünen Positionen wird es nicht einmal gelingen, den Status Quo zu halten. Eine weitere Verschärfung der finanziellen Situation der Stadt ist so abseh- und unabwendbar. Stattdessen muss dringend eine aktive, zukunftsfähige und rundum innovative Entwicklungspolitik stattfinden, die sowohl als Option neue Gewerbeflächen bei Bedarf ermöglicht und zugleich konsequent Leerstände aktiviert und Flächen optimal zur Ausnutzung bringt. All dies in Kombination kann jedoch in den nächsten 10, 15 oder gar 20 Jahren nur funktionieren, wenn Entwicklungsmöglichkeiten und der entsprechende Gestaltungswille vorhanden sind.
„Wenn wir in Rödermark“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger, „mittlerweile schon so weit sind, dass erfolgreichen ortsansässigen Unternehmen mangels verfügbarer Flächen keine Möglichkeiten zur moderaten Expansion mehr angeboten werden können, dann ist es 5 vor 12 und allerhöchste Zeit, die richtigen Weichen zu stellen. Die grüne Neinsager- und Dagegenpolitik ist dabei jedoch absolut kein zukunftsfähiges Konzept, um dieser Herausforderung aktiv zu begegen.“ Es ist bedauerlich, aber der grüne Trend zur reinen Dagegenpartei scheint mittlerweile vollends auch bei der AL in Rödermark angekommen zu sein. Hierbei ist aus Sicht der FDP völlig klar, dass eine derartig rückwärtsblickende Stillstandspolitik kein ernsthafter politischer Gestaltungsvorschlag an die Bürgerinnen und Bürger sein kann. Dies kann an einem weiteren Beispiel verdeutlicht werden: Vor wenigen Monaten erklärten AL/Grüne tatsächlich in öffentlicher Sitzung, dass ein Internetanschluss mit Geschwindigkeit DSL 1.500 „für die Privatperson völlig ausreichend ist“. Eine Feststellung und Forderung, die so weit an dem tatsächlichen Bedarf und der technischen Realität vorbeigeht, dass man nicht mehr nur von Stillstand sprechen muss, sondern vielmehr von aktivem Rückschritt. Schneckentempo-Internetgeschwindigkeit und keinerlei Gestaltungs- und Entwicklungsoptionen für das Rödermärker Gewerbe ... zwei eindeutige Beispiele für das politische Standing von AL/Grüne. Die FDP hält dies für in keiner Weise zukunftsfähig und setzt sich nachdrücklich für ein maßvolles sowie bedarfsgerechtes Angebot an potentiellen Gewerbeentwicklungsflächen sowie flächendeckend schnellstmöglichen Internetzugang von mindestens DSL 16.000 in ganz Rödermark ein. (tk)


