FDP Rödermark

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30.01.2011

FDP: Kein passender Standort für eine Biogasanlage in Rödermark - Gefahr von Geruchsemissionen

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Standortsuche einstellen / ökologisch und ökonomisch nicht vertretbar
Im Februar 2010 hatte die Stadtverordnetenversammlung für die Errichtung einer Biogasanlage in der Nähe des Kompostierungsplatzes votiert. Im Nachgang zu dieser Entscheidung hat sich nun fachlich herausgestellt, dass dieser Standort aus verschiedenen Gründen für ein solches Projekt gänzlich ungeeignet ist. Insofern ist es folgerichtig, den angedachten Standort aufzugeben und den entsprechenden Parlamentsbeschluss aufzuheben. Für die FDP ist klar, dass eine Biogasanlage innerhalb der Gemarkungsgrenzen im dichtbesiedelten Ballungsgebiet generell sowie ökologisch sinnvoll und verträglich - wenn - überhaupt nur in Frage kommen kann, wenn bei Standortauswahl und späterem Betrieb folgende Kriterien zwingend eingehalten bzw. strikt beachtet werden:

 kurze Anlieferungswege betreffend die Biomasse zur Vergärung
 keine Verwendung von Biomasse aus Monokulturen
 keine Verwendung von Lebensmitteln
 keine Verwendung von Biomasse, deren Anbau zur ökologischen Verödung führt oder führen kann
 keine belastenden Geruchsemissionen für die umliegenden Siedlungsgebiete

In der Summe betrachtet ist objektiv erkennbar, dass kein Standort im Rödermärker Gemarkungsgebiet, insbesondere nicht solche in Luftschneisen zwischen den Stadtteilen, allen Forderungen gerecht werden kann. Überdies ist ein ökologisch verträglicher oder sinnvoller und zugleich ökonomischer Alltagsbetrieb unter Beachtung der genannten Maximen ausgeschlossen – unter anderem, da es im Umkreis bereits solche Anlagen gibt. „Ganz speziell jedoch die mögliche Beeinträchtigung ganzer Stadtteile durch Geruchsemissionen“, so FDP Bürgermeisterkandidat Hans Gensert, „ist ein ganz wesentliches Kriterium, welches die FDP in der Abwägung zu dem Ergebnis gebracht hat, dass kein Standort in Rödermark geeignet ist und daher das Projekt mittelfristig ad acta gelegt werden muss.“ „Daher hat die FDP beantragt“, so FDP Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger abschließend, „folgerichtig festzustellen, dass die Errichtung einer Biogasanlage in Rödermark nicht sinnvoll ist und daher konsequenterweise alle Bemühungen und Bestrebungen hinsichtlich der Errichtung einer solchen Anlage einzustellen sind und vor allem kein Geld mehr un- oder mittelbar mehr für das Projekt ausgegeben werden soll.“


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