FDP Rödermark

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06.06.2011

FDP für aktiven Klimaschutz vor Ort

zum Herunterladen: PM_Passiv-undNullenergiehaeuser.pdf (148,15 KB)

Passiv- und Nullenergiehäuser direkt fördern

In der letzten Zeit hat sich die Presse beim Thema Klimawandel/Energie sehr stark auf den Aspekt Stromerzeugung fokussiert. Dabei entfällt nur rund 20 % des Primärenergie¬ver¬brauchs von Deutschland auf Strom. Rund 22 % entfällt auf dagegen auf die Beheizung von Privathaushalten. Das hierin enthaltene Einsparpotenzial gilt es verstärkt zu nutzen, um den Klimawandel entgegenzuwirken. Daher ist der zur Beratung anstehende Antrag von AL/Grüne und CDU auch Grundsätzlich positiv zu sehen. Die potenziellen neuen Koalitionäre der Rödermärker Kommunalpolitik wollen den Quadratmeter-Preis für alle städtischen Wohnbaugrundstücke um 20 € anheben. Wird ein Nullenergiehaus errichtet, soll sich der Verkaufspreis wieder um 20 € verringern.

Doch wie immer steckt der Teufel im Detail. Grundsätzlich ist aus Sicht der FDP bei der Errichtung von Wohnhausneubauten das zukunftsorientiert-energieeffiziente Bauen zu bevorzugen und in logischer Konsequenz als aktiver Beitrag zum Klimaschutz auch zu fördern. Zwei technische Baumodelle sind hiebei konkret zu forcieren: Das Passivhaus und als dessen technischer Fortführung das Nullenergiehaus.

Doch zum einen gibt es für die FDP einen Unterschied zwischen Kaufpreisreduzierung zum finanziellen Nachteil für einige und aktiver Förderung. Der Kaufpreis sollte für jeden Bauherrn prinzipiell gleich sein. Es obliegt dann der Entscheidung des Bauherrn, ob er durch die gewählte Bauform die Förderung in Anspruch nehmen möchte oder nicht. Zum anderen – und das ist der wesentlich größere Kritikpunkt – hält die FDP die Beschränkung der Förderung ausschließlich auf Nullenergiehäuser für nicht zielführend. Bislang gibt es zu diesem Gebäudetyp kaum Erfahrungen und verlässliche Kennwerte. Zum anderen ist objektiv nicht auf jedem Grundstück ein Nullenergiehaus realisierbar – selbst wenn es gewollt werden würde. Gebäudetyp, Lage des Baufensters und Beschattungen durch die Umgebung spielen hierbei eine bedeutsame Rolle. Aus diesem Grund werden viele umweltbewusste Bauherren bevorzugt „nur“ Niedrigenergiehäuser oder bestenfalls Passivhäuser planen können, weil ihr Baugrundstück schlicht kein Nullenergiehaus zuläßt. Dass hier nun Passivhäuser keine Förderung erfahren sollen ist weder logisch noch konsequent. Passivhäuser erachten die Liberalen nämlich durchaus gegenüber dem normalen Hausbau ebenfalls für förderungswürdig. Während der CDU/AL-Antrag realistisch betrachtet auf eine allgemeine Erhöhung der Verkaufspreise hinausläuft, würde das von der FDP in einem Änderungsantrag vorgeschlagene Förderungs-Stufenmodell mit einer differenzierten Förderung von Passiv- und Nullenergiehäusern den deutlich größeren Lenkungseffekt hin zu klimafreundlichem Bauen auch in Rödermark bedeuten – ohne damit eine finanzielle Ungleichbehandlung von Grundstückerwerbern zu bedeuten. Die von der FDP vorgeschlagene Förderung ist daher der fairere und passgenauere Weg. (rw/tk)


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